muetzenfalterin

Er hat nicht viel Glück gehabt, aber eine Leidenschaft.

 

Bis 1948 hatte Tichý an der Prager Kunstakademie studiert. Dann kamen die Kommunisten und mit ihnen Überwachung und Schikane. Ende der 50er Jahre verbrachte Tichý ein Jahr in der Psychatrie. Danach zog er sich vollends aus dem Kunstbetrieb zurück (seine Gemälde hielt er bis zum Schluss für seine einzigen nennenswerten Werke) und begann zu fotografieren.

 

Ich hatte eine Norm“, sagt Tichý, Hundert Fotos am Tag. Wenn ich die Norm erfüllt hatte, habe ich aufgehört.“

 

Heimlich verfolgte er Tag für Tag Frauen, die ihm gefielen, um sie unbemerkt zu fotografieren. Mit selbstgebauten Kamera-Monstren.

 

Roman Buxmann „entdeckt“ das Besondere an Tichýs Fotos und sorgt 1989 für die erste Ausstellung seiner Bilder in Köln.

 

Tichýs Fotos bestehen gerade durch das technisch unperfekte, durch die Nachlässigkeit, mit der er sie gehandhabt hat.

 

2011 ist Miroslav Tichý gestorben. Er…

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